Artikel

Termin Datum: 13.08.2018 Termin exportieren
Träume
Werner Vogelauer

Träume

Überlass der Nacht die Stimme, überlass ihr Rat und Heil (Plutarch)

Wir Menschen haben Tag und Nacht mit Wachsein und Schlafen als Dauereinrichtung, um gesund zu bleiben, um den Körper zu regenerieren. Zum Schlaf gehört auch das Träumen als eine spezifische Art der "Nachtruhe".

Da gibt es "REM" oder "rapid eye movement" als Hinweis auf das Träumen, wie es die Forschung schon vor Jahrzehnten feststellte. Neuere Aussagen sprechen von "jede Person träumt" und wenn dann Leute sagen, dass sie nicht träumen, dann ist dies zumeist der Hinweis auf fehlende Erinnerung an Träume in der Nacht. Am meisten werden Träume erinnert, die knapp vor dem Aufwachen "passieren" - und wenn ich in der Nacht aufwache oder aufschrecke, weil ein sogenannter Alptraum passierte, dann kann ich mich an dies kurzzeitig schon erinnern.

Aber noch ein weiterer Punkt ist bei den Träumen wichtig. Sie haben eine wesentliche "Verarbeitungsfunktion", d.h. alles was uns seelisch, körperlich oder beziehungsmäßig passiert, alles was uns berührt, wird hier verarbeitet. Meist in einer schwer kognitiv nachvollziehbaren Art. Viele Traumdeutungen bis zurück zu den Ägyptern zählen Symbole auf, die oft weit hergeholt sind und eher aus dem "Traumbuch" stammen, denn eine gute Erklärung für eine bestimmte Verarbietung von Geschehnissen sind.

 

Was sind nun  für uns heute wesentliche Erkenntnisse bzw. Aspekte von Träumen?

* Träume sind innere Verarbeitungen von Ereignissen, die für die Person hilfreich sein können

* Deutungen von Träumen sind oft weit hergeholt und entsprechen meist nicht der wirklichen Verarbeitung

* Träume können auch bewusst in Gang gesetzt werden (nicht nur Tagträume über interessante, spannende, gewünsche Situationen)

* Sich den Kopf zerbrechen über Träume und eine mögliche Deutung bringen meist nur "Kopf zerbrechen"

* Tagträume können auch eine positive Funktion einnehmen, denn "bildliche Vorstellungen können auch ein Probehandeln" sein (siehe Gehirnforschung)

 

Wann hattest Du Deinen letzten erinnerten Traum?

Wie sehr bist Du auch tagträumerisch unterwegs?

Erleidest Du auch Alpträume? (selten, ab und zu, häufig?)

 

vorheriger Artikel Augenmass
nächster Artikel Sonne innen und aussen
Drucken
781 Bewerten Sie diesen Artikel:
Keine Bewertung

Bitte Anmelden oder registrieren um Kommentare zu schreiben.

Ihr Name
Ihre e-Mailadresse
Betreff
Geben Sie Ihre Nachricht ein...
x